Junge Familien und Start-up-Unternehmen nach Schlitz bringen

Presseartikel im Schlitzer Bote vom 01.10.2018
Hier im Wortlaut:
Jürgen Laurinat will Leerstand bekämpfen:
Junge Familien und Start-up-Unternehmen nach Schlitz bringen
Schlitz, 28.09.2018 –
Der Schlitzer Einzelhandel hat es schwer. Viele Geschäfte müssen nach kurzer Zeit wieder schließen und das Stadtbild ist geprägt von verwaisten Schaufenstern. Wer die Stadt von früher her kennt und sich mit ihr verbunden fühlt, dem muss zwangsläufig das Herz bluten. Und auf Besucher, die vielleicht zunächst angelockt von der historischen Altstadt und unseren schönen Sehenswürdigkeiten zu uns kommen, wirkt die Szenerie befremdlich. Hier besteht ganz klar Handlungsbedarf und hier setzt Laurinats Idee an:
„Was spricht dagegen, jungen Start-up-Unternehmen leerstehende Kapazitäten zur Verfügung zu stellen?“, stellt Laurinat in den Raum. Das Modell würde seiner Meinung nach in Zusammenarbeit mit ortsansässigen Mentoren funktionieren: „Hiesige Unternehmen und Einrichtungen aus den Bereichen Handel, Kultur und Kunst, Pflege und Gesundheit kämen als Partner in Frage.“ Er zielt dabei auf erfolgreiche Institutionen wie Lampenwelt, die Landesmusikakademie, Sassen und Richthof ab. „Auch eine Kooperation mit der Hochschule in Fulda wäre denkbar. Denn von dort kommen junge, gut ausgebildete Menschen aus den entsprechenden Bereichen mit Ideen, Kompetenz und Ehrgeiz. Auch Gutachter, Architekten, Anwälte und handwerkliche Berufe wären hier gut aufgehoben. Letztere haben im Schlitzerland ohnehin eine solide Tradition. „Mein Modell sieht vor, dass Vermieter, ansässige Unternehmen und junge Gründer Hand in Hand zusammenarbeiten. So wäre denkbar, dass die Start-ups im ersten halben Jahr von der Miete befreit werden und nur die Verbrauchskosten tragen. Am Ende geht die Rechnung auf, weil die Vermieter, die Stadtkasse und letztlich die ganze Gegend durch den Zuzug junger Wahl-Schlitzer davon profitieren würden.“ Laurinat hat die Idee von einem ihm empfohlenen Darmstädter Förderungsprofi auf Herz und Nieren prüfen lassen, der darin nicht nur ein erfolgreiches Konzept sieht; er stünde zudem als Berater für die Start-up-Unternehmen auch hinsichtlich der Beschaffung von Fördermitteln zur Verfügung. „Wir haben hier einen Wirtschaftsförderer, der sein Handwerk versteht und hier ebenfalls unterstützend wirken könnte.“, gibt sich der Bürgermeisterkandidat zuversichtlich. „Begleitend könnte Herr Rohde bei der Vernetzung etablierter und neuer Unternehmen vermitteln und gemeinsame Veranstaltungen im Stil unserer Gewerbemesse organisieren. Vorbild könnte hier die Initiative Mark Gröningen sein, die Handel und Kunden in der Region vernetzt. Was wir Schlitzerländer können und zu leisten im Stande sind, würde hinsichtlich Transparenz und Information – auch nach Außen – auf ein ganz neues Niveau gehoben werden.“
Konzepte gegen den Leerstand von Gewerbe- und Wohnraumflächen
Auch hinsichtlich der vielen ungenutzten, teils maroden Häuser und Wohnungen, hat Jürgen Laurinat ein Konzept entwickelt: „Die Heimstättenbaugesellschaft mit der Stadt als ihrem Hauptanteilseigner kann, abhängig von der finanziellen Lage, in die Objekte investieren und die Sanierung vorantreiben. Nach Abschluss der Arbeiten könnten die Immobilien profitabel auf den Markt zurückgeführt werden, oder im Bestand der Gesellschaft bleiben, um den Bedarf an benötigten und bezahlbaren Wohnraum zu decken.“ Am Beispiel von Objekten in der Hindenburgstraße führt Laurinat an, dass auch private und gewerbliche Investoren hier erfolgversprechende Möglichkeiten haben.
„Für Inverstoren und Privatleute muss eine Investition im Schlitzerland lohnenswert sein“ gibt Laurinat, selbst erfahrener Immobilienunternehmer, zu bedenken. „Wir müssen aktiv Anreize schaffen, bis der Zuzug von Privatleuten und Unternehmen zum Selbstläufer wird. Das Schlitzerland kann auf jeden Fall wieder zu altem Charme avancieren, denn nicht umsonst lautet mein Motto:
SCHLITZERLAND – WIR KÖNNEN WAS!“
Team Laurinat